IMG_1609 (Medium)

Die alljährliche Techno Classica in Essen ist der weltweit größte Rave seiner Art und die beste Oldie-Party für Freunde kontaktloser, elektronischer Maschinenmusik die zündet. Die Techno-Veranstaltung in der Partnerstadt Duisburgs, einer weiteren Hochburg in punkto städtebaulichem Zerfall und Killer Beats, zieht ganze vier Tage am Stück Motoraver aus der ganzen Welt an, die sich hier bei der größten Veranstaltung dieser Art vollkommen gehen lassen und zu Garage Style und Deep Sounds mit mehreren Schichten Klarlack voll abgehen. Zusammen mit einem Experten-Team der Financial Times Goa mischten wir uns unter die crazy Party Crowd, auf der Suche nach den heißesten Teilen und gaben auf allen Floorpanels richtig Gas. DJ Flowmasterboy heizte dem Mengenteiler mit tiefen V8-Track-Bässen ein. Engine Ecstasy pur. Menschliche Stereotypen tanzten mit dem Drehzahlmesser im Leerlauf und in der Chillout Lounge der ADAC Auslandsrettung erholten wir uns bei monotonem Minimalelektro und einem eiskalten Döner bis die Ladekontrolle leuchtete.

Ob Haare mit Volumen nach hinten gegelt und an den Kopf geklatscht in Barbour, oder streng nach hinten gefettet und mit tätowierten Unterarmen: Klassenunterschiede gab es hier nicht. Die zulässige Gesamtmasse der Besucher flippte angesichts der überhitzten Preise total aus, Swizöl tropfte von der Decke und Charly Lownoise stellte volles Rohr seine neue Endpot-Kollektion vor. Was zählte war die Rendite und das man ordentlich im Vorfeld getankt hatte. Nasennebenhohlräume wurden mit Liquid Acid entrostet und die Beats stößelpumpten mit 100 Oktan pro Minute.

Vielen Freaks, die sonst eher Open Air in Camp David abgehen, ging im oberen Drehzahlbereich die Ansaugluft aus, so dass sie speedbedingt nur auf drei Zylindern liefen oder ihnen gleich die Echtlederbesohlung abscherte. Doch man nahm den Leistungsmangel größtenteils selbst ironisch hin und warf den Kopf affektiert lachend nach hinten und rockte rahmenlos weiter. Das Konzept der Techno Classica ist einfach selbsttragend. Alte Hits blechern scheppern lassen und hier und da ne freshe Hookline an die Abschleppöse, bis jeder zu Oldtimer Club Sounds im Dreieckslenker springt. Sogar Marusha Benz legte in Halle 1 bei dem Multi-Area-Event ihre Wagenheberaufnahmen auf and I can’t stop ravin‘.

Techno Classica – hier fährt man so ab, dass man sich an nichts mehr erinnern kann und nächstes Jahr wieder kommt.

Respect to the Man in the Ice Cream Van.

 

IMG_1546 (Medium)

Genug getankt – Auf dem Weg zur Chill Out Lounge

 

 

IMG_1555 (Medium)

Die Behörden sind informiert – New Old Stock Currywurst

 

IMG_1554 (Medium)

Ibiza – rostrote Partyinsel im Meer der Beliebigkeit

 

 

IMG_1574 (Medium)

Dürfen auf großen Raves nicht fehlen: egal wie kinky, hier darf jeder seinen Fetisch ausleben

 

 

IMG_1595 (Medium)

…zum Beispiel Blechlust.

 

 

IMG_1596 (Medium)

Berlin 1990 – Love, peace and unity. Romulaner mischen sich unter das Partyvolk.

 

IMG_1560 (Medium)

Können nur auf Raves aufgetragen werden. Für die Farben der Neunziger würde man in der U-Bahn unweigerlich zusammen geschlagen werden.

 

 

IMG_1613 (Medium)

Knights in White Satin

 

 

IMG_1607 (Medium)

Techno und Sex gehören unweigerlich zusammen.

 

 

 

IMG_1577 (Medium)

Halbe Teile machten die Runde.

 

 

IMG_1557 (Medium)

Endless Summer

 

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

IMG_1563 (Medium)

Classic Hits Rattan den ganzen Tag.

IMG_1551 (Medium)

Krim-Krise: Mercedes-Benz präsentiert das neue Endzeit-Taxi

 

 

IMG_1590 (Medium)

Falsches Zeug geraucht: 72er Chevelle für 43.900 Euro mit 426 PS (!?).

 

 

 

IMG_1566 (Medium)

Mittlerweile selten: Endverbraucher-Klassiker im Motoraver-Stil