Kaum ist die SED in Thüringen nicht mehr an der Macht, drehen alle durch. Haube vom Polo II blankschleifen, Flugrost aus der Dose drauf, Gepäckträger mit Dachbodengeraffel in die Reling haken und Abfahrt! Rust ‘n‘ Roll heißt der Spaß und jeder, auch mit schmalem Taschengeld, kann mitspielen. Ein bisschen so wie in den Neunzigern, als in Schleswig-Holstein motoravern erfunden wurde und ein gammeliger Knudsen mit Rest-TÜV noch nicht fünf Scheine kostete. Man wundert sich, welche Küchenutensilien man so ans Auto schrauben kann, man freut sich, dass den Pößnecker Dorfbullen offenbar alles scheißegal ist und offenbar wird man auf thüringischen Berufsschulparkplätzen verprügelt, wenn man nicht im gammeligen Letzthand-VW vorfährt, der mit dem Mitteltopf auf der B 281 schleift. Aber es gab auch viele rostige Wartburgs und noch mehr tiefergelegte Trabis. Deshalb auch die Headline. Niemand von Euch hätte „Golf-Party“ angeklickt. Gebt’s doch wenigstens zu. Egal, auf jeden Fall trifft sich einmal im Jahr in dem verschlafenen Nest, 17 Kilometer von Großeutersdorf, die deutsche Raggare-Bewegung zur Platzrunde und aus den 2x 15 Watt-Aufbaulautsprecher dröhnen die Onkelz statt Eddie Meduza. Spätestens jetzt wird Margot nie aus dem Exil zurückkehren…

 

 

 

 

 

 

 

Hinweg Freibad.

Rückweg Freibad.

 

Herr A. Thom von der Firma Freaks.

 

 

 

 

Desillusioniertheit, Sandalen, ein kaputter Kühler.

Ehrlicher EMW mit Opel Sechszylinder.

 

Leasingrückläufer.