Belgien, Motherland of überzuckerte Waffeln und kranker Erwachsenenunterhaltung. Da wir von Motoraver jedem eine Chance geben, Vorurteile noch weniger als die eigenen Autos pflegen und gerne volltanken, haben wir uns im Caprice für Euch auf einen langen Trek gen Westen gemacht, um vom American Stars on Wheels in Antwerpen zu berichten.

Volltanken für 25 Euro. Low Pressure Gas für die niedrigverdichtete Gypsy-Bude.

Nach einem unbeabsichtigtem Kickdown tat sich auf der rechten Spur ein Wurmloch auf und wir sahen die Neunziger.

Typisch belgisch entpuppte sich die Messehalle als depressiver Waschbeton-Bau aus den Sechzigern. Sogar die atomaren Zwischenlager in Deutschland strahlen mehr Freundlichkeit aus.

Gay Cop im Blazer.

King of Campingplatz.

Geil und selbstbewusst. High Boy mit Four Banger.

Short hood, long neck.

Grüße in die Schweiz!

Das lebende Mopar-Lexikon Carsten W. aus E. in A.

Würde jeder Sechsjährige zur Einschulung einen Custom Shop geschenkt bekommen, sähen alle Autos so aus. Roger fährt Corvette, Beifahrerin Lily trägt weiße Leggings.

Van der AA mit großem Brocken.

Konsequenter Leichtbau. 70er Mustang Grande mit grande beschissenen Sierra-Alus aus den Achtzigern.

Asoziales Redneck Muscle Car.

Was macht eigentlich Karl Dall?

 

So, Freunde. So war’s drüben im Westen. Eigentlich nichts besonderes. Viele Kasperkarren, peinliche V8-Till-I-die-T-Shirts und die größte Dodge Ram Freiland-Ausstellung der Welt haben wir gesehen, die wir Euch fotografisch aber erspart haben. Weil wir gute Menschen sind, die einzigen Besucher ohne Unterarm-Tattoo mit Totenkopf waren und an die Wiederauferstehung Christi glauben. American Stars on Wheels kann man besuchen, wenn man in fußläufiger Entfernung wohnt, sonst aber eher nicht. Wer was erleben will, fährt weiterhin Richtung Osten.

 

„I know the Country is Belgium but what city is this?“

(Tom Araya)