Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Live-Schalte aus Takeshis Castle. Motor Show hin oder her, wer der Autos wegen nach Japan fliegt, der findet auch in einem Stück Formfleisch die Frau fürs Leben. So läuft dat nicht. Japan-Barock der 60er und 70er sieht man vielleicht einmal am Tag im Tokioter Alltagsverkehr, dafür dann aber immer gleich mit abgesäbeltem Fahrwerk und dementsprechend angepasstem Schuhwerk. Das älteste, was hier in der Regel rumgurkt, sind topgepflegte Porsche und Daimler aus den Achtzigern. Aber dafür kann man hier Döner und Hunde kaufen. Apropos Folie rauchen: wenn es regnet, stellen die Geschäftsinhaber kleine Automaten in ihre Eingänge, die die zusammengefalteten Regenschirme ihrer Kunden vollautomatisch und tropfsicher in Folie einwickeln. Würde man hier auf der richtigen Seite fahren und sich dank der ominösen Schriftzeichen nicht wie ein Analphabet fühlen, und hätten die Straßen hier auch Namen (vielleicht nicht unangebracht in einer 30 Millionen Metropole), dann wäre es hier gar nicht so schlecht. Zumindest bei Regen.

Lexus Racer. Hinten rechts am Eingang kann man jetzt nicht die Regenschirm-Folienmaschinen sehen.

 

Die Anführerin von Japan.

 

Deutsche Küche.

 

Japanische Küche.

 

Kaiserpalast.

 

Tokyo Tower.  Seit dem verherrenden Erdbeben letzten März ist die Spitze schief.

 

Bandscheibenvorfall für umgerechnet ~ 35€.

 

In einem Land, in dem alle derart verdreht sind, wird natürlich auch anders gestorben.

 

Auch in Japan halten einige einsame Seelen an dem Irrglauben fest, dass der Mustang ein cooles Auto sei.

 

Schöner wohnen.

 

Bust!

 

Platzmangel oder Angst vorm Benzinklau.

 

Mit ihrer Ansteckungsphobie gehen sie einem hier am meisten auf die Nüsse. Jeder fünfte auf der Straße sieht wie ein Chefchirurg aus. Dächer von Atomkraftwerken sprengen, aber Angst vor Schnupfen.

 

Japan-Ente.

 

So, dass war’s dann aber auch. Man darf nie mit der Dosis übertreiben. Freundlicherweise wird einem bei der Ausreise aus J im Gegensatz zur Einreise nicht die Körpertemperatur gemessen. Ob man nach ein paar Tagen Tokio krank nach Hause fährt, interessiert im Land des Lächelns keine Sau. Man hätte sich ja bei dem Panda-Bären einen Mundschutz kaufen können.

Allen Freunden der besonderen Unterhaltung sei an dieser Stelle erneut ein Langstreckenflug mit der Bumsbomber-Gesellschaft Aeroflot ans Herz gelegt. Die Stewardessen sehen aus wie Nutten, auf den vier vorhandenen Bordfernsehern läuft in Dauerschleife eine völlig abgenudelte Videocassette mit Kevin allein in New York und alle Fluggäste lachen sich kaputt, und irgendwelche Steppenbewohner lösen mit ihren Duty-Free-Marlboros auf der Bordtoilette den Feueralarm aus, so dass der Käptn übers Bordmikro motzt. Nur eigene Schnittchen sollte man einpacken. Die Chicken-Pasta nach Spätaussiedler-Art sah aus, wie aus den Triebwerken gekratzt.