Chuck Norris würde im direkten Vergleich mit Rudolf Caracciola ohne Zweifel den Kürzeren ziehen, allein das ist schon eine beachtliche Leistung für einen Nordhessen. 1916, im Alter von 15 Jahren, machte er seinen Führerschein und begann eine steile Karriere als todesmutige Rennfahrer-Legende. Er gilt als der erfolgreichste deutsche Rennfahrer der Vorkriegszeit und hat seine Erfolge vornehmlich hinter dem Lenkrad besternten Fahrzeugen gefeiert. Wohlgemerkt zu einer Zeit, als die schwäbische Marke sich noch nicht als Hersteller für bäuerliche Sonntagskutschen und kleinfamiliäre SUVs positioniert hatte, sondern es um knallharte Testosteron- und Kraftstoffschlachten ging. Dieses zweiteilige Porträt wirft einen Blick auf das Leben des verdammt schnellen Karratsch. Endlich mal wieder Bildungsfernsehen.