Nachdem die Nachfolgeband der GORILLA BISCUITS Anfang des Jahres ihre Reunion bekanntgegeben hatte und sich für vier Shows in Europa blicken ließ, war es an der Zeit mit CIV ein paar Dinge über die guten alten und die neuen Zeiten zu besprechen und die letzten 12 Jahre kurz Revue passieren lassen. Gesprächspartner war Schlagzeuger Sam vor der Show im Conne Island Leipzig. Diese wiederum war mal ganz locker aus der Hüfte geschossen das Konzert des Jahres!

MR: Wie laufen die Shows 2011 für CIV?

Alles ist super! Seitdem wir uns Anfang des Jahres wieder als Band gefunden haben spielten wir zwei Shows in Belgien und Spanien. Bis auf eine Überraschungsshow vor drei Jahren in New York hatten wir seit dem Split der Band in 1999 nichts mehr zusammen gemacht. Ich meine, wir waren in der Zwischenzeit als Freunde verbunden, aber als Band haben wir uns erst dieses Jahr reformiert. 

MR: Sind viele Kids bei den Shows? Kennen sie euch?

Naja, bei den beiden Festivals war das schwer zu sagen, ob die Leute wegen uns da waren. Aber bei den laufenden Headlinershows ist das so. Das ist schon extrem cool! Entweder kennen sie uns oder haben zumindest schon mal was von unseren anderen Bands GORILLA BISCUITS, GLASSJAW oder RIVAL SCHOOLS gehört. Und die „alten Hasen“ kommen eh weil sie uns kennen.

MR: War der Name GORILLA BISCUITS eine Last auf euren Schultern oder hat der Name euch Türen geöffnet?

Gorilla Biscuits ist wirklich eine Band, die mit der Zeit reift. Und das sieht man ja an den Kids. Naja, CIV starteten als Siteprojekt nachdem sich die GB aufgelöst hatten. Und sie waren definitiv eine tolle Basis von der aus wir starten konnten. Sänger Anthony Civarelli (CIV) hatte zu der Zeit keine Band und wir fanden den Namen „CIV“ super. Er war nicht so begeistert, da das so nach Soloprojekt klang, aber wir fanden es catchy und cool. CIV war für mich die erste Band mit dieser speziellen Magie, die unterschiedliche Menschen und Interessen von Beginn an verbunden und begeistert hat. Es war einfach unglaublich. Wir gingen druch die Decke. Die erste Platte „Can´t wait one minute more“ war ja noch von Walter Schreifels (GB) geschrieben. Der Nachfolger „13 day getaway“ war dann „unsere“ Platte. Wir haben viel rumexperimentiert, hatten ne geile Zeit im Studio. Aber ich weiß nicht ob die Leute schnell genug in die Platte reinkommen. Für Anthony ist es das größte was er in seinem Leben gemacht hat, aber als die Platte rauskam was das Publikum dazu noch nicht geboren oder noch nicht bereit.

MR: Zu welcher Szene zählst du euch?

Definitiv Punk und Hardcore. Da kommen wir her. Es geht uns darum was zu sagen zu haben. Und diese Attitude haben wir in unseren HC-Zeiten gelernt. Aber wir sind von vielen Dingen beeinflusst… Reggae, Hip Hop, Rock… Hauptsache gute Musik mit Aussage. Die Schublade ist egal. Wo wir heute zuzuordnen sind kann ich nicht sagen… aber das Feuer des HC brennt immer in uns.

MR: Wo siehst du die Unterschiede zwischen den glorreichen HardCore-Zeiten in den 90ern und heute?

Ich bin da zwar nicht mehr ganz so drin wie in den 80ern und 90ern aber ich verfolge, was so los ist bei den Kids. Es ist eigentlich wie damals. Irgendwie irgendwo proben und spielen Kids in Hinterhöfen oder Garagen und machen ihr Ding. Wie früher und wie immer. Es ist eine ständige von der Jugend getriebene Szene, die etwas zu sagen hat und motiviert ist. Es passiert ständig etwas und die Kids werden inspiriert und inspirieren andere. Es ist eine gute und gesunde Szene!

MR: Danke für´s Gespräch! Wir warten auf die neue Platte!