Wie lange hält ein Auto? Für den technisch unterbelichteten Jahreswagen-Fetischisten und den durch Zeitlupen-Werbespots eingelullten Plastik-Konsumenten ist die Frage klar: Solange es wirtschaftlich ist. Also dreimal zum Tüv, spätestens danach muss die Möhre in den Shredder. Wegen der Umwelt und der Sicherheit und so. Auf dem Weg dahin aber bitte jeden Samstag morgen in Jogginghose zur örtlichen Tanke: Einmal die Tigerwäsche bitte, und ’n Chip für den Sauger. Blöd nur, wenn bei der ganzen oberflächlichen Fell-Pflege untenrum die Anatomie einknickt und der Schlitten auseinander fällt. Gut so, werden die Neuwagenverkäufer in ihren klimatisierten Ausstellungsräumen frohlocken. Soll so, bestätigen die Konstrukteure. Hunde, wollt ihr ewig leben?

Es gibt einen Mann, der macht diesen Zirkus nicht mit. Er ist Professor für Fahrzeugtechnik. Sein Fahrzeug wird gewartet, nicht gepflegt. Und das seit den 1980er Jahren. Es ist ein Opel. Ihr könnt ihn anfassen und seine Geschichte hören.

Ab 1.10.2011 an der einzigen echten Tankstelle des Nordens.