AMC Concept AM Van

Es war in den siebziger Jahren, als die American Motors Corporation immer mehr in finanzielle Schwierigkeiten geriet. Dies hing irgendwie mit der Ölkrise von 1973 zusammen. Verbrauchsarme Kleinwagen mussten her und die Verbrauchswerte der im AMC Pacer verbauten Wankelmotoren konnten nicht mehr mit den Motoren der Konkurrenz mithalten. In den Folgejahren versenkte AMC immer mehr Geld in die Entwicklung des Pacers und des Matadors Coupés, welches nun an anderer Stelle fehlte. Die beliebteren Modelle veralteten zunehmend und vergraulten auch die letzten treuen Kunden. Im Jahr 1977 erreichte die finanzielle Krises des Konzerns den Höhepunkt und es war an der Zeit das Image etwas aufzupolieren.

AMC Concept I

Kurzerhand wurden die Zukunftsvisionen des AMC Designers Richard E. Teague eingepackt und auf Tournee durch’s ganze Land geschickt. Die Roadshow „Concept 80“ sollte den Verbrauchern klar machen, dass sie auch in Zukunft noch einiges von AMC zu erwarten hatten. Nicht nur das futuristische Design, sondern auch die Technik der präsentierten Konzepte war einigermaßen beeindruckend.

AMC Concept Electron

Der Electron zum Beispiel war eine Weiterentwicklung des 1968 vorgestellten Amitron. Dieses 3-Personen-Elektro-Dings verfügte über eine Kombination aus Nickel-Cadmium- und Lithium-Batterien, die nur 91kg auf die Waage brachte, aber ca. 240 km Reichweite und 80 km/h Höchstgeschwindigkeit versprach. Das lustige Gefährt hatte sogar schon eine Nutzbremse, die während der Verzögerung die Batterien wieder auflud.

Da fragt man sich doch, was die Herren und Damen Automobilentwickler in den letzten 30 Jahren eigentlich so gemacht haben. Möglicherweise das gleiche, wie wir. Warten, bis das Öl endlich ausgeht und so lang ein paar Runden im V8 drehen.