Classic Data, Motor Klassik und die n-tv Motorredaktion haben Recht. Wertzuwachs bei Klassikern, Rendite mit Fahrspaß, bla und blub. Diese Entwicklung macht Popper und Banker glücklich, Autopunks und die Dosenbier-Mattschwarz-Fraktion ist dagegen akut vom Aussterben bedroht. Am Steuer der letzten runtergerockten Granada I und Diplos mit V8 werden immer öfter punkig guckende Web2.0-Sluts gesichtet, die mit Freisprechanlage und Facebook-Bekanntschaft auf dem Beifahrersitz GPS-gestützt bei schönem Wetter hohlraumversiegelt ins Wochenende cruisen. Wer einst zur Gründerzeit Autopunk lebte, ist dagegen heute pleite und schon lange den Führerschein los. Schade aber true. Dass man jedoch auch ohne V8 und Pepita-Beklebung eine an Realness kaum zu überbietende geile Sau sein kann, beweist dieses namentlich nicht bekannte Mindener Urgestein. Running Wild-Patch auf der abwaschbaren Joppe, zwanzig Halbliter-Granaten im Schlepptau vom Mountainbike.

Beer Rider

Mud flying high as shit hits the fan
Break for the border – the thrill of it all
Death or glory – pride or pain
Running Wild

Foto: Jupp