Die diesjährige Oldtimer-Sonderschau im Rahmen der 43. Tokio Motor Show sorgte für eine Woge der Begeisterung und zog Autoverstrahlte aus aller Herren Länder nach Japan. Insbesondere die zahlreichen US-Boliden mit V8 brachten mit ihren Hubräumen jenseits der sechs Liter den Boden zum Beben. Die Makuhari Messehallen platzte vor heißen Exponaten aus allen Nähten und die topgepflegten Schätzchen aus der guten alten Zeit stahlen den Neuvorstellungen mit ihren in jedem Modelljahr schlimmer werdenden Kunststoffmutationen mühelos die Schau. Gepflegte Klassiker leiden in punkto Wertverlust einfach nicht unter einer derart kurzen Halbwertszeit wie Neuwagen. Wobei die ganz große Flut an Zuschauern ausblieb. Die ausladenden Formen der Dickschiffe aus Detroit spalten auch weiterhin den harten Kern der Szene …

Die gesamte Oldtimer-Branche sieht der Zukunft unterm Strich jedoch äußerst zuversichtlich entgegen, da der gute alte Verbrennungsmotor auch weiterhin bei der Käuferschaft höher angesehen ist als die umstrittenen, modernen Elektroantriebe. Von Endzeitstimmung hier keine Spur.

Ein Rundgang mit der Kamera durch die Sonderschau:

Mopar or no car. Die Chrysler Corp. zeigte tolle A-Bodies.

Auf dem Schnäppchenmarkt in der ehemaligen Halle 1 war für jeden was dabei.

Tag der offenen Tür am Castrol-Stand.

Auch für die rostgeplagten Opel-Freunde gab es seltene Stücke zu sehen.

Das von der Mineralölindustrie initiierte Dosenwerfen riss die Kids vom Hocker.

Radical Customs haben weiterhin Saison.

Der Vorkriegsszene bröckeln nicht nur die Mitglieder weg.

Messestau.